Corona – Infektionswege

„Richtige“ Umarmungen sind auch in Corona-Zeiten kein Tabu. Wer eine Mund-Nasen-Maske trägt, den anderen nur kurz berührt – dabei vielleicht sogar die Luft anhält – und dem Umarmten über die Schulter schaut statt ihn anzusehen, geht nur ein überraschend geringes Infektionsrisiko ein. Zu entsprechenden Ergebnissen will die US-Wissenschaftlerin Linsey Marr durch Berechnungen gekommen sein, berichtete die Süddeutsche Zeitung kürzlich in einem Artikel über die Expertin für Aerosole. Die Maske z.B. reduziere die Zahl der Tröpfchen, die ausgeatmet werden. Entscheidend sei laut Marr die Haltung der Köpfe zueinander. Die Umarmenden sollten sich nie direkt anschauen, weil es sonst die Tröpfchen, die doch durch die Maske entwischten, nicht weit hätten. Kleinere Kinder könnten von oben umarmt werden, während sie die Beine des Erwachsenen umschlängen. Dieser solle unbedingt zur Seite schauen, nicht auf das Kind herab, könnten sonst doch entwichene Tröpfchen auf das Kind fallen. Laut SZ hält der Kölner Infektiologe Gerd Fätkenheuer Marr’s Berechnungen nach derzeitiger Datenlage für plausibel. Es sei wichtig, dass Wissenschaftler Verhaltensregeln gäben, mit denen das menschliche Bedürfnis nach Berührung befriedigt werden könne.

Wo die größte Gefahr lauert, sich mit Corona zu infizierten, erläutert der LMU-Mikrobiologe Prof. Dr. Dr. Franz-Xaver Reichl in unserem Video.

Näheres zur Diagnostik erläutert Prof. Reichl in seinem Video etwa ab TC Minuten.