Corona – Maskentypen

Prof. Dr. Dr. Franz-Xaver Reichl erläutert im Video, wie und in welchem Maße „Community-Maske“, Einweg-OP-Maske, FFP2- und FFP3-Maske schützen und was beim Umgang mit ihnen zu beachten ist. So verliere die eigentlich leistungsfähigste FFP3-Maske möglicherweise ihre Wirkung, wenn man sie bei mehr als 70 Grad desinfiziere, um sie wiederverwenden zu können.

Reichls dringender Empfehlung, den Nasenbügel zu nutzen, um die Maske unter der Augenpartie dicht anzudrücken, schloss sich kürzlich der Rottach-Egerner Augenarzt Dr. Johannes Bräuning an. Dadurch seien die Augen vor stärkerer Luftströmung zu schützen. Der Ausatmungswind könne sonst zum „Abdampfen des Tränenfilms“ führen, was gerade Menschen mit ohnehin trockenen Augen zu spüren bekämen.

Angesichts relativ niedriger Corona-Infektionen jetzt die Maskenpflicht in Frage zu stellen, davor haben die Wissenschaftler Michael Mayer-Hermann u. Christian Apfelbacher in der Süddeutschen Zeitung gewarnt. Das Corona-Virus sei ja nicht verschwunden, das Leben habe sich nur ins Freie verlagert, wo die Ansteckungsgefahr deutlich geringer sei.

Dass die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes Wirkung deutlich zur Eindämmung der Corona-Pandemie beiträgt, wurde jetzt durch eine Studie bestätigt. Wie es in einer Mitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz heißt, hätten vier Universitäten die Entwicklung der Infektionszahlen in Jena mit der in anderen Städten mit ähnlichen Voraussetzungen, aber später einsetzender Maskenpflicht verglichen. In der thüringischen Stadt Jena mussten die Menschen bereits ab 6. April 2020 eine Maske tragen. Dadurch sei es gelungen, die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 „praktisch auf null“ zu senken.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt inzwischen, Masken überall dort zu tragen, wo Menschen nicht auf Abstand gehen können (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 9. Juni 2020). Regierungen sollten die Bevölkerung dazu anhalten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften Mund und Nase zu bedecken. Bisher hatte die WHO Masken nur für Kranke und Pflegende empfohlen.

In der Wochenendausgabe der SZ vom 11./12. Juli wird Klaus-Dieter Zastrow, Professor für Hygiene an der Technischen Hochschule Gießen, zitiert mit den Worten: „Mit Masken für alle wäre die Pandemie im Kern erstickt worden.“ Die Botschaft hätte gleich lauten müssen: „Ziehen Sie sich irgendetwas über Mund und Nase, alles ist besser als nichts.“

Zum selbstschützenden Effekt der Maske heißt es im gleichen Artikel, ob und wie krank ein Mensch werde, der mit Sars-CoV-2 in Berührung komme, hänge von der Zahl der Viren ab. Nach den Worten von Sars-Mitentdecker Yuen Kwokyung brauche es 40 bis 200 Viruspartikel, die auf das Nasenepithel, in die Augen oder den Rachen gelangten. An anderer Stelle ist von Versuchen die Rede, die gezeigt hätten, dass einfache Baumwollmasken – selbst feuchte – eine Verbreitung ausgeatmeter Tröpfen vermieden.