Kultur- und Kreativwirtschaft

Arbeiten, um Geld zu verdienen, allerdings nicht in erster Linie, dafür mit viel Herzblut. Jürgen Enninger, bis Oktober 2020 Leiter des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft im Münchner Referat für Arbeit und Wirtschaft (heute Kultur- und Sportreferent der Stadt Augsburg), liefert die genaue Definition dieses Wirtschaftszweiges.

Nach einer Mitteilung der Stadt München vom Oktober 2019 liegt der Kreativstandort München im europäischen Vergleich an zweiter Stelle hinter Paris, im Vergleich deutscher Städte sogar auf dem ersten Platz. Das bestätige der aktuelle, von der EU-Kommission vorgestellte Vergleichsmonitor. Untersucht worden sei, wie europäische Städte unter den Gesichtspunkten „Cultural Vibrancy“ (Kulturelles Leben / Kulturelle Dynamik), „Creative Economy“ (Kreativwirtschaft) und „Enabling Environment“ (Rahmenbedingungen am Standort) abschneiden. Innerhalb dieser Kategorien sei zum Beispiel die Bedeutung von Kultureinrichtungen, Partizipation, wissensbasierten und neuen Jobs, Innovation, Bildung, Toleranz und Offenheit, internationale Beziehungen, Qualität von Führung / Steuerung (Governance) bewertet worden.

Welche Bedeutung für die Gesamtwirtschaft die #KKW inzwischen erlangt hat, erläutert Enninger in einem weiteren Video . (Beide Aufnahmen wurden 2015 im Holzkirchner Oberbräusaal aufgezeichnet)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Zusammenhang mit der Corona-bedingten Schließung von Kultureinrichtungen auf die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft hingewiesen. Fast 170 Milliarden Euro habe dieser Wirtschaftszweig 2018 mit knapp 260.000 Unternehmen und 1,7 Millionen Mitarbeitern erwirtschaftet. (Quelle: Merkur vom 7.12.2020)