Blasel, Jakob

einer der Sprecher der Bewegung #FridaysforFuture, erklärt beim Ludwig Erhard Gipfel 2020 (16.1.) im Video, warum seine FfF-Mitstreiterin #LuisaNeubauer ablehnte, als Siemens-Chef Joe Kaeser ihr anbot, Mitglied im Aufsichtsrat des Konzerns zu werden.

Jakob Blasel hat inzwischen (am 24.8.2020) angekündigt, für die grüne Landesliste in Schleswig-Holstein und später für ein Grünen-Mandat im Bundestag kandidieren zu wollen. Laut SZ vom 25.8. begründete der 19-Jährige seine Entscheidung so: „Wir brauchen radikale Klimaaktivisten im Parlament.“ Blasel will allerdings nicht nur fürs Klima kämpfen, sondern generell für die Interessen junger Menschen. Am 26.8. wurde er im SZ-Profil zitiert mit den Worten: „Um wirklich in allen Bereichen was wuppen zu können, müsste ich Kanzler werden.“

Aus der #FfF -Bewegung wurde Kritik an Blasels geplanten Kandidaturen laut. Klimaschutz kenne keine Kompromisse, die nur Zeitverzug bedeuteten. Dazu der Kommentar von Michael Bauchmüller in der SZ: „So schmerzhaft es für sie (-> diese Kritiker) sein mag: Genau diese zähe Suche nach Kompromissen braucht es. Sicher lässt sich ein Kohlekraftwerk auch so abschalten oder der Verbrennungsmotor mal eben verbieten. Ohne einen Plan für das Danach, ohne einen Ausgleich der Interessen, ohne die zähen Debatten darüber aber zerfällt die Gesellschaft und mit ihr die Demokratie.“ Die FfF-Bewegung dürfe aber ihrerseits nicht an der Frage nach dem richtigen Weg zerfallen.