Löwis, Olaf von

Landrat des Landkreises Miesbach, Unterstützer der Oberland-Card.

Dem drohenden Leerstand etwas entgegensetzen und die Menschen motivieren, „sich mehr regional umzuschauen, wie sie ihre Wirtschaftskraft unter die Leut bringen“, erklärt Landrat Olaf von Löwis das Ziel der #OberlandCard, die zusammen mit ihrem kleinen Bruder, dem #OberlandGutschein, kürzlich im Landratsamt vorgestellt wurde. Explosionsartig gestiegene Umsätze im Online-Handel drohten sonst immer mehr unserer Ladengeschäfte in den Ruin zu treiben. Mit der Folge, dass unsere Ortskerne veröden. Dabei sind es doch gerade die vielen kleinen Ladengeschäfte, die die Ortsbilder prägen und die Attraktivität unserer Region mit ausmachen. Auch für viele junge Menschen ein wichtiger Grund, in der Region zu bleiben, und das wiederum ein entscheidendes Argument für die Unternehmer, sich ebenfalls für die Stärkung des regionalen Handels zu engagieren. Über das Instrument der steuerfreien Sachzuwendung in Höhe von maximal 44 Euro für jeden Mitarbeiter können sie als Arbeitgeber dem ersten landkreisweiten Bonusbezahlsystem in Deutschland enormen Schwung verleihen. Anton Stetter, Vorsitzender des Unternehmerverbandes im Landkreis Miesbach, will mit dem UVM auf jeden Fall mit dabei sein. 5 Millionen direkter und 10 bis 15 Mio indirekter Wertschöpfung sind durchaus vorstellbar, schätzt Alexander Schmid, Geschäftsführer der SMG Standortmarketing-Gesellschaft im Landkreis.

„Kommunen können Unternehmer!“, verkündete Olaf von Löwis, beim Ludwig-Erhard-Gipfel 2020 am 16. Januar noch 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Holzkirchen, mit sichtbarem Stolz in der Weissach Arena am Tegernsee.

Das habe seine Gemeinde mit dem Erfolg des Projekts Geothermie bewiesen. Ihn als gelernten Förster, dessen Zunft das Thema #Nachhaltigkeit erfunden habe, freue das ganz besonders. In seiner Dankesrede rief von Löwis noch einmal in Erinnerung, welche Hürden zu überwinden waren, dass es zwischenzeitlich gar nach einem Scheitern des Projekts ausgehen habe.

Die erste Hürde habe sich 2013 ergeben, als gerade eine große seismische Untersuchung in ganz Holzkirchen vonstattengegangen sei. Schwere Fahrzeuge seien damals durch den Ort gefahren, um ein künstliches Erdbeben auszulösen und durch dessen Schallwellen die tiefen Erdschichten zu erforschen. Just in dieser Zeit habe die Bundesregierung das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) ändern und die Einspeisevergütung senken wollen. Diese Vergütung sei jedoch in alter Höhe ein fest eingeplanter Finanzierungsfaktor gewesen. „Ilse“, wie von Löwis die damalige bayerische Energieministerin aus alter Verbundenheit nennt, habe es geschafft, „die Geothermie aus dieser Kürzungsphase herauszuhalten“. Holzkirchen habe eine Frist von zwei Jahren bekommen, um das Projekt abzuschließen und mit alter Einspeisevergütung zu arbeiten.

Die zweite Hürde habe sich mit dem Scheitern des Geothermie-Projekts Gelting im benachbarten Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen aufgetan. Für diesen Fall hatten sich die Geltinger bei einem weltweit tätigen Versicherer eine entsprechende Police besorgt. Das Aus für die dortige Geothermie (man hatte zu wenig Wasser gefunden) habe die Verhandlungen der Holzkirchner mit eben diesem Versicherer platzen lassen. So habe man mit einem Schlag ohne Absicherung dagestanden. Aber Holzkirchen habe nicht aufgegeben. Und genau das beweise, so von Löwis: „Kommunen können Unternehmer!“ Er wolle deshalb seine Kollegen ermutigen, zu handeln und sich dabei etwas zu trauen.

Der damalige Bürgermeister, dankte „ganz herzlich“ Albert Götz, dem Geschäftsführer der Gemeindewerke und der Geothermie Holzkirchen, ohne dessen Arbeit das Projekt nicht hätte umgesetzt werden können. Sein Dank gehe auch an seine Amtsvorgänger und die „Ilse“ (Aigner). Zusammen mit von Löwis auf der Bühne beim Ludwig-Erhard-Gipfel 2020 die Laudatorin Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtages, ZfK-Chefredakeur Klaus Hinkel und Albert Götz.

Der #LEG21 am 21. und 22. Januar musste wegen des Corona-bedingten Lockdowns abgesagt werden. Dafür planen Goetz-Weimer und ihr Mann, der Publizist #WolfgangWeimer , nun für den 11. und 12. Mai einen #LudwigErhardSommerGipfel , der allerdings hauptsächlich in München über die Bühne gehen soll. Die Veranstalter fürchten, in der Weissach-Arena am Tegernsee, wo der Gipfel gewöhnlich stattfindet, die Abstandsregeln nicht einhalten zu können.