Schwarze Löcher

 In unserem Video von 2009 erläutert Prof. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums München, was man unter Schwarzen Löchern versteht.

Für bahnbrechende Entdeckungen zu Schwarzen Löchern wurde jetzt dem Münchner Astrophysiker Prof. Reinhard Genzel der Physik-Nobelpreis zuerkannt. Im ZDF heute journal erläuterte der Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching den Kern seiner Forschungen mit folgenden Worten: „Im galaktischen Zentrum vermuteten wir seit vielen Jahren, dass sich dort massereiches – 4,3 Mio Sonnenmassen – Schwarzes Loch befindet. Und die Frage war jetzt: Wie kann man so ein Objekt aus so einer Distanz, wo man ja nicht mit dem Labor hinfahren kann, dingfest machen? Und zwar in der Qualität von Beweisen, die man auf der Erde in Labors herstellt. Es hat eine lange Zeit gedauert, immer bessere Instrumente zu bauen. Wir tun das, indem wir die Gravitation benutzen. Wenn Sie sich das Sonnensystem vorstellen – wir haben die Sonne und die Planeten, dann müssen die Planeten auf Bahnen herumlaufen. Und wenn Sie sich einmal in Gedanken die Sonne abschalten – kein Licht mehr, dann bewegen sich die Planeten immer noch auf denselben Bahnen. Und Sie können dann schließen aus der Messung der Bahn, dass es eine Sonnenmasse in der Mitte geben muss. So ähnlich ist es, wie wir das tun mit Sternen und Gas in weit entfernten Objekten.“ Einsteins Relativitätstheorie sei damit immer noch nicht vollumfänglich bewiesen, man müsse immer noch genauer messen. Auch die vor ein paar Jahren entdeckten Gravitationswellen reichten noch nicht voll aus. Aber die „Qualität der Evidenz“ werde erdrückend. Und Genzel weiter: „Wir haben 30 Jahre dafür geschuftet.“