Städtebauliche Dichte

Welche Bebauungsdichte in den einzelnen Bezirken der bayerischen Landeshauptstadt von der Bevölkerung dort warum toleriert wird, erläuterten Michael Hardi und Monika Sertl, z.Zeitp. unserer Aufnahme beide im Planungsreferat der Stadt beschäftigt, 2014 im Rahmen der 6. Architekturwoche München. In manchen Vierteln befürworteten die Menschen eine unerwartet hohe Dichte und freuten sich auf den damit einhergehenden großzügigen Ausbau der Infrastruktur.

Im Rahmen einer Ausstellungseröffnung („Young but built“) diskutierte Hardi, heute Leiter Stadtplanung München, vor einer Woche unter anderem mit Dr. Max von #Bredow , dem Vorstandsvorsitzenden der Quest AG, darüber, welche Zugangsmöglichkeiten die Architekten und Architektinnen der nächsten Generation haben, um an attraktive Bauaufgaben zu kommen und einen Weg in die Selbstständigkeit zu finden. Von Bredows #QuestAG wird am 26. April den städtebaulichen Entwurf und ihr Projektkonzept für die Winklbauer Höfe in Holzkirchen vorstellen – je nach Coronalage online oder live. Am Ende entscheidet der Holzkirchner Gemeinderat über den städtebaulichen Entwurf. Die Ergebnisse werden anschließend in einen Bebauungsplan gegossen. 

Die #WinklbauerHöfe gehören zu den letzten zentrumsnah gelegenen Grundstücken in der Marktgemeinde #Holzkirchen . Hier soll ein neues Wohnquartier mit innovativen Konzepten entstehen. 

Mehr Mut zur dichteren Bebauung hatte Benedikt Sunder-Plassmann​ am 24. Februar 2021 im Merkur gefordert. Es sei ein Irrsinn, so der Architekt, ständig alte Häuser wegzuschieben und durch Zwei- oder Dreispänner zu ersetzen, bei einer Gesellschaft, die zu 40 % aus Singles bestehe, die so am Ende von Vereinsamung bedroht seien. Als Vorsitzender des Wessobrunner Kreises, eines Zusammenschlusses aus Handwerkern und Architekten, die sich seit 20 Jahren für innovative Bauformen einsetzen, appelliert der gelernte Zimmermann an die Gemeinden, den Mut zu haben, bestehende Siedlungskerne nachzuverdichten.