Türeci, Dr. Özlem

Dr. Özlem Türeci, medizinische Geschäftsführerin von #BioNTech SE, hat zusammen mit ihrem Mann, Prof. Ugur Sahin, CEO des Biotechnologie-Unternehmens, einen #CoronaImpfstoff entwickelt, der zwischenzeitlich vom Paul-Ehrlich-Institut zur klinischen Prüfung zugelassen wurde. Nun gab’s von der Europäischen Investitionsbank (EIB) eine Fremdkapitalspritze von bis zu 100 Millionen Euro für das Impfstoffprogramm BNT162 des Biotech-Unternehmens. Damit soll dann, wenn ein wirksamer Impfstoff vorliegt, schnell in großen Mengen produziert werden können. Die EIB will das Geld nach Erreichen vorab festgelegter Meilensteine in zwei Tranchen von je 50 Millionen Euro an BioNTech auszahlen. (Quelle: Börse-online.de)

Beim Ludwig-Erhard-Gipfel 2020 in Weissach am Tegernsee hatte Dr. Türeci – zumindest auf der Bühne – nur über den eigentlichen Schwerpunkt ihres Unternehmens, die ‚Individualisierte Krebstherapie‘, gesprochen.

BioNTech setzt bei seinem Impfstoffprogramm BNT162 auf einen mRNA-Ansatz . An etwa 200 gesunden Freiwilligen sollen insgesamt vier Impfstoff-Kandidaten aus dem Programm erprobt werden.

Laut ‚Handelsblatt‘ vom 23.4.2020 forschten die Mainzer lange nur eher nebenbei an einem Influenza-Impfstoff. Sahin und Türeci seien jedoch gleich, als sie von Corona gehört hätten, optimistisch gewesen, einen Beitrag zur Bekämpfung der #Pandemie leisten zu können. Wie das ‚Manager Magazin‘ schreibt, sei schon länger – wohl seit Januar 2020 – an der Entwicklung des Impfstoffes gearbeitet worden. Andere Wirtschaftsjournalisten wollen erfahren haben, dass man sich bei BioNTech auch mit einem therapeutischen Ansatz für bereits infizierte Patienten beschäftige.

Das ‚Handelsblatt‘ hatte im April berichtet, das Mainzer Unternehmen hoffe auf Zwischenergebnisse im Juni. Sollte die erste Studie erfolgreich verlaufen, könnte im Herbst ein größerer Testlauf beginnen. Dennoch glaube Prof. Sahin nicht, dass der Impfstoff vor 2021 zugelassen werde. Was ohnehin extrem schnell wäre. Die Zeitung hatte spekuliert, das Projekt laufe vielleicht deshalb unter dem Namen #Lightspeed .

Der 54-jährige Sahin war 2019 mit dem Deutschen Krebspreis ausgezeichnet worden. Laut Informationen des Handelsblatts stammt Sahin aus dem Süden der Türkei und habe 1990 in Köln promoviert. Türecis Familie kommt (nach gleicher Quelle) aus Istanbul. Ihr Vater habe als Landarzt in Niedersachsen gearbeitet. Beide kennten sich von der medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes in Homburg. Türeci ist Vorsitzende und Mitinitiatorin der gemeinnützigen Organisation Ci3 (Clusterinitiative für Individualisierte Immunintervention) und Vorstandsmitglied der Association for Cancer Immunotherapy (CIMT).

Von den Brüdern Andreas und Thomas #Strüngmann , die 1986 in Holzkirchen den Generika-Hersteller Hexal gegründet hatten und heute Anteilseigner bei BioNTech sind, hatte man über das Wissenschaftlerpaar gehört, beide seien Ausnahmeerscheinungen, die ihre Forschungen mit Passion vorantrieben.

Die Gebrüder Strüngmann erwarben 2014 die Marke Klinge Pharma und deren Produkte, um – wie es den Internetseiten der Klinge Pharma GmbH heißt – ein gelungenes Comeback des Traditionsunternehmens am Markt einzuleiten und durch innovatives Wachstum auf Dauer zu etablieren. Seit April 2017 ist die Firmenzentrale in Holzkirchen, dem Heimatort der Unternehmerbrüder, angesiedelt.