Arlt, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang

bis zu seiner Emeritierung 2018 Inhaber des Lehrstuhls für Thermische Verfahrenstechnik an der Universität Erlangen – Nürnberg

In unserem Videobeitrag erläutert Prof. Arlt, wie die LOHC-Technologie Benzin und Diesel in unseren Verbrennungsmotoren umweltfreundlicher ersetzen könnte.

Im Zugsektor ist die LOHC-Technik nach wie vor ein Thema, das die Staatsregierung vorantreibt. Das hat uns das bayerische Verkehrsministerium am 15. 4. 2020 auf unsere Nachfrage hin mitgeteilt. In den nächsten Jahren werde das Helmholtz Institut Erlangen-Nürnberg mit rund 25 Millionen Euro Forschungsfördermitteln unterstützt, damit dort ein Prototyp für diese Anwendungstechnik im Schienenbereich entwickelt werde. Diesen Prototyp werde es aber aller Voraussicht nach frühestens in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts geben. Selbstverständlich solle diese Weltneuheit dann auch in Bayern getestet werden. Wie es in dem Schreiben des Verkehrsministeriums in München weiter heißt, habe der Ministerrat 2018 im Rahmen der von ihm beschlossenen Bayerischen Elektromobilitätsstrategie Schiene beschlossen, die Strecke Augsburg – Füssen und ggf. noch die Stichstrecke nach Eichstätt für ein LOHC-Pilotprojekt im Schienenpersonennahverkehr vorzusehen.

Für das Netz der Bayerischen Oberlandbahn werde eine Elektrifizierung vorangetrieben, derzeit liefen bereits die Vorplanungen. Für dieses Streckennetz mit seiner dichten Taktung und der bereits vorhandenen Oberleitung zwischen Holzkirchen und München sei dies die verkehrlich sinnvollste und wirtschaftlichste Lösung.

Sehen Sie dazu auch unseren Videobeitrag zum Strategiegespräch mit der damals zuständigen bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Kommunalvertretern aus der Region.