Mit einem „Koffer voller Pflege“ sollte künftig jeder Pflegebedürftige unterwegs sein!

Um sich daheim, in einer WG, im betreuten Wohnen oder in einer stationären Einrichtung versorgen zu lassen. Dafür soll jeder Pflegebedürftige gar mit einem „Wahlrecht“ ausgestattet werden. Klingt zu schön, um wahr zu sein, angesichts einer steigenden Zahl von Pflegebedürftigen und zu wenigen Pflegekräften, ganz zu schweigen von den Kosten, die mit einem solchen Versprechen einhergingen. Der Gesundheits- und Pflegepolitische Arbeitskreis der CSU-Landtagsfraktion hat sich dennoch ein entsprechendes Projekt auf die Fahnen geschrieben. Mit ihrem Konzept zur #PflegederZukunft wollen Bernhard Seidenath, Vorsitzender dieses Arbeitskreises wie auch des Ausschusses für Gesundheit und Pflege, und seine Mitstreiter auch darauf hinarbeiten, dass Pflege nicht mehr zum Armutsrisiko wird. Angehörige sollen etwa durch Freistellungsansprüche nach dem Vorbild der Elternzeit und Betreuungsangebote eine Pflege zu Hause ermöglicht bekommen. Eine Tagespflege vor Ort müsste bald so selbstverständlich sein wie die Kindertagesstätte, meint die Initiativgruppe, die auch dem Wohn- und Betreuungsmodell Pflege-WG besondere Aufmerksamkeit schenkt. Es sei den Menschen immer wichtiger, „einen Bezugsrahmen zu haben, in einer kleinen Häuslichkeit zu sein, seine eigenen Wände zu haben, sich wohlzufühlen und entsprechend seiner Bedürfnisse gepflegt“ zu werden, so Seidenath in unserem ersten Video-O-Ton zum Thema.