Radon, radioaktives Edelgas

Laut #BundesamtfürStrahlenschutz ist #Radon die zweithäufigste Ursache für #Lungenkrebs , weit vor Dieselruß. (Vgl. Informationsvideo des BfS ) Radon steht nach Informationen des Bayerischen Rundfunks außerdem unter Verdacht, Hals-Nasen-Rachen-Tumore zu verursachen. Deshalb sind die Bundesländer verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2020 Gebiete auszuweisen, in denen eine beträchtliche Zahl an Gebäuden den Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft überschreitet. Was die Ausweisung von sogenannten #Radonvorsorgegebiete n bedeutet und wie man sich als Betroffener schützt, erklärte Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, am 12. Oktober 2020 im Gespräch mit BR-Moderator Stefan Geier .

In unserem Video von April 2019 erläutert Jürgen König, ehrenamtlicher Delegierter der Bayerischen Architektenkammer im Gemeinschaftsausschuss ‚Radongeschütztes Bauen‘, wo Radon zum Gesundheitsrisiko werden kann und wie Betroffene in Radonvorsorgegebieten sich schützen können. Nach momentaner Einschätzung seien Menschen dann durch Radon gefährdet, wenn sie dem radioaktiven Gas über einen längeren Zeitraum in einer Konzentration von mehr als 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft ausgesetzt seien. Dieser Wert gelte gemäß dem neuen Strahlenschutzrecht vom 31.12.2018 als verbindlicher Referenzwert für Radon. Wie uns das BfS 2019 mitteilte, sprachen damalige Prognosen des Bundesamtes für Strahlenschutz dafür, dass sowohl im Landkreis Miesbach als auch im Landkreis und in der Stadt München mit einem höheren Radonvorkommen zu rechnen sei. Wo genau das Gas austrete, sei noch kaum im Detail zu sagen. Dafür lägen noch zu wenige Messungen vor, hieß es damals. Nach Auskunft unseres Interviewpartners Jürgen König kann die Belastung von Parzelle zu Parzelle ganz unterschiedlich sein.

Wie Nachrüstungen aussehen können, zeigt auch ein BR-Film ( in der Sendung „Xenius“ ) mit den Moderatoren Gunnar Mergner und Caroline du Bled aus dem Jahr 2018.